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Kurkuma – die goldene Wurzel

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turmeric-2007404_640Kurkuma ist eine tolle Knolle, welche wertvolle Inhaltsstoffe für unser Immunsystem in sich trägt. Noch vor einiger Zeit konnte man Kurkuma nur im Asialaden bekommen, dann folgten die Bioläden. Doch auf dem Land ist Kurkuma leider immer noch kaum erhältlich.

Dagegen hilft jetzt das Anpflanzen im eigenen Garten oder Wintergarten….

Doch zuvor möchte ich noch ein bissl auf die Gesundheitswirkung vom Kurkuma näher eingehen.

Schon die alten Veden wussten, dass Kurkuma heilende Inhaltsstoffe besitzt und haben die Knollen in ihren Gewürzmischungen beim täglichen Kochen, aber auch in medizinische Pasten, Tinkturen und Pulvern mit eingebunden.

Inhaltsstoffe & Wirkung von Kurkuma

In den Wurzelstöcken der Kurkumapflanze befindet sich Curcumin. Curcumin ist der gelbe Farbstoff, der zugleich antioxidativ wirkt. Es wird von der Pflanze zum eigenen Schutz und als Wirksubstanz und Abwehrstoff vor Krankheitserregern, Bakterien und Fressfeinden produziert. Curcumin ist lipophil. Das bedeutet, dass es sich gut in öligen Substanzen auflöst und gleichzeitig selber als Fettlöser gilt.

Allerdings ist es wasserunlöslich, organischen Lösungsmitteln wie Ethanol jedoch hält Curcumin nicht stand. In sehr hohen Dosierungen kann Curcumin Nebenwirkungen verursachen. Diese schlagen sich in Form von Darmbeschwerden, Sodbrennen, Erbrechen, Übelkeit und Durchfall nieder.

Weiterhin weist Kurkuma ätherisches Öl, Stärke, die organische Verbindung Ferulasäure und den sekundären Pflanzenstoff Kaffeesäure auf. Auch Vitamine und Mineralstoffe sowie Eiweiß und Resin, ein flüssiges Naturharz, sind in geringen Mengen enthalten. Insgesamt konnten über 90 verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen werden.

Wirkung von Kurkuma

Kurkuma regt den Appetit und die Gallenblasenfunktion sowie das Atmungssystem an. Es besitzt leberschützende Eigenschaften, ist antibakteriell und antimikrobiell.

Als Medizin verwendet wirkt es bei

  • Kreislaufproblemen,
  • Pilzinfektionen,
  • Gebärmuttererkrankungen,
  • Menstruationsproblemen,
  • Rheuma,
  • Arthrose,
  • Hepatitis und
  • verschiedenen Entzündungsbeschwerden.

Kurkuma arbeitet harntreibend und cholesterinsenkend, stärkt die Nerven und beugt Thrombosen vor. Zudem verhindert es Fettablagerungen in den Arterien und kann präventiv gegen Herzinfarkt und Schlaganfall eingenommen werden.

Die in der Kurkuma enthaltenen Farbstoffe sind stark oxidationshemmend und bekämpfen freie Radikale, die Zellschäden im Körper verursachen können und zu Folgeerkrankungen wie Krebs führen. Sie haben auch entzündungshemmende Eigenschaften, das bedeutet, sie verhindern die Synthese der entzündungsauslösenden Gewebehormone. Deshalb findet sich Kurkuma in vielen Salben gegen Hautkrankheiten. Auch bei Osteoporose wird Kurkuma eingesetzt, denn der Farbstoff Curcumin baut die Zellen ab, die die Knochensubstanz angreifen und stoppt so den Knochenschwund.

Weiterhin unterstützt der Wirkstoff den Körper bei der Bildung von weißen Blutkörperchen. Von hoher Bedeutung ist auch, dass Kurkuma im menschlichen Körper die Aufnahme von Sauerstoff optimiert und somit die Blutwerte verbessert. Da der Farbstoff Curcumin die Blut-Hirn-Schranke passieren kann, wird er bei der Behandlung von Demenz, Alzheimer oder Multiple Sfreeklerose verwendet. Das Gehirn bleibt damit leistungsfähig. Auch konnte nachgewiesen werden, dass die Inhaltstoffe von Kurkuma Krebszellen zerstören und die Bildung von Tumorzellen verhindern.

Da Kurkuma die Kraft hat, stimulierend auf Betazellen in der Bauchspeicheldrüse zu wirken, verbessert Kurkuma zusehends die Werte des Blutzuckerspiegels. Die Produktion von Insulin wird angestoßen, der Blutzuckerspiegel bleibt auf einem stabilen, gesunden Niveau. Studien haben gezeigt, dass Kurkuma den Ausbruch der Diabeteskrankheit hinauszögern können. Die Insulinresistenz konnte dabei deutlich in die Länge gezogen werden. Auch das Risiko an schweren gesundheitlichen Folgen von Diabetes zu erkranken, kann durch die Einnahme von Kurkuma abgeschwächt werden. Bei einem gesunden Blutzuckerspiegel werden die Zellen nicht zusätzlich mit der Aufgabe belastet, Glucose im Übermaß verarbeiten zu müssen. So wirkt Kurkuma auch hier als aktiver Zellschutz.

Wissenschaft und Medizin rund um Kurkuma

In der ayurvedischen Medizin wird Kurkuma als natürliches Antibiotikum beschrieben, dass gleichzeitig Energie und Wärme verleiht. Es wird angewendet:

  • bei Nervenschwäche,
  • mentalen Problemen,
  • als natürliches Schönheitsmittel und
  • als Aphrodisiakum

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit der Kurkuma-Pflanze. Es gibt rund 5.000 wissenschaftliche Publikationen und Studien, die bestätigen, dass die Wirkstoffe des gelben Safrans gegen viele Krankheiten eingesetzt werden können. Dabei hilft die Pflanze bei präventiven wie therapeutischen Behandlungen. Die neuesten Studien untersuchen, ob Kurkuma auch bei Aids helfen kann. Die wissenschaftliche Forschung zur Wirkung von Kurkuma bei diesem Krankheitsbild steht allerdings noch am Anfang.

Die WHO hat die Effektivität von Kurkuma anerkannt und bestätigt eine Wirkung bei der Behandlung von Verdauungsstörungen und Magenbeschwerden, Übelkeit, Appetitverlust, Entzündungen und Völlegefühl. Kurkuma besitzt geringe Bioverfügbarkeit, das bedeutet, der Wirkstoff wird vom Körper nur langsam und nicht in vollem Umfang aufgenommen. Allerdings gibt es Substanzen, welche die Wirkung und Aufnahme im Körper erhöhen. Bei Kurkuma ist das der schwarze Pfeffer, auch Piperin genannt. Er wird bei den meisten medizinischen Behandlungen beigemischt.

Noch weitere viele interessante Einblicke in die Reichhaltigkeit des Kurkumas findet ihr im Originalartikel bei Kurkuma – Wirkung

 

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5 Kommentare zu “Kurkuma – die goldene Wurzel

  1. Toller Beitrag :-)) LG Freija

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  2. Pingback: Kurkuma – die goldene Wurzel (Video) – L I C H T E R S C H E I N . C O M

  3. ML,

    das ist ja eine richtige Tausendsassa-Knolle, war mir so noch gar nicht bewusst !

    Es gab mal eine Zeit, da habe ich mir jeden Morgen einen Obst- und Gemüsesaft frisch gepresst, da durfte Kurkuma und ein ordentliches Stück Ingwer nicht fehlen. Nach ca. 1/2 Jahr hatte ich 20kg abgenommen. Nicht weil ich das unbedingt wollte, es war für mich guter Indikator für meine Gesundheit.

    Beim Betrachten des Videos ist mir wieder mal klar geworden, wie wunderbar wir von der Erde versorgt werden mit allem, was wir brauchen, um gesund zu bleiben. Wenn wir achtsam mit ihr umgehen.

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