Leuchtturm Netz

Was hinter den Kulissen läuft

Zwei schöne Begegnungen am heutigen Nachmittag….

6 Kommentare

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Dankbarkeitsgeste und Lächeln – gefunden bei Pixabay

Wie ihr alle wisst ist momentan eine Zeit, in der viel auf Ausländer geschimpft wird, und das in allen Varianten.

Leider lassen wir uns schnell hinreissen ins selbige Horn zu tuten und vermasseln uns damit Begegnungen, die einfach anders sind, da auch die Menschen denen man begegnet anders sind.

Von diesen zwei Begegnungen möchte ich gerne berichten.

Das Erste war eine Mutter mit ihrem ziemlich agilen Kind, so ca. 2 Jahre schätz ich mal. Raus aus dem Kinderwagen, rein in den Kinderwagen, auf einen der Klappsitze setzen in der U Bahn, wieder runter davon, rumlaufen wollen usw. usw……Mütter unter Euch kennen das zur Genüge. Das Kind liess sich nicht zur Ruhe bringen obwohl die Mutter sich grosse Mühe gab.

Neben den Beiden sass eine Russin, die sich das eine Zeit anschaute und dann sich zu dem Kind runterbeugte und zu ihm mit leiser Stimme ganz eindrucksvoll russisch sprach.

Das Kind stutzte, hörte zu, guckte sie an, lächelte und fing verschämt an sich an Mama zu kuscheln. Die Frau redete weiter und wieder, still, aufmerksames Zuhören des Kleinen und Lächeln…..das Ganze geschah dreimal und als sie dann rausging, wollte der Kleine hinterher und rief immer tschüss, tschüss…..und winkte ihr noch lange zu.

Dann setzte sich eine ältere schwarze Frau neben Mutter und Kind. Der Kleene, wieder ganz erstaunt, fasste sie am Am und redete in einer fremden Sprache auf sie ein…..ich glaube Kind und Mama sind Finnen gewesen. Die ältere Frau lächelte, der Kleene lächelte, Mama lächelte und ich auch 😀

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Rosen aus dem Palmengarten – von mir aufgenommen

Die zweite Begegnung war noch intensiver.

Ich stehe auf dem U Bahnsteig und warte auf meine U Bah, die Eine ist mir grad vor der Nase weggefahren…..mache das was ich immer tue in dem MOment, schaue mir die Plakatwände an, die oft Kopfschütteln erzeugen, da voll von gequirltem linken Polit und Wissenschaftsmist geprägt. Oder aber ich schaue an , was die Menschen so machen.

Heute beobachtete ich eine Frau mit schwarzem Kopftuch, die wie ich die Bahn verpasst hatte. Sie hatte eine Dose mit einem Getränk in der Hand und es kam ein alter Mann auf sie zu, der sie fragte ob er die Dose haben kann. Ich sah wie sie ihm die Dose gab und einiges an Geld dazu, was sie in der Tasche hatte.

Bin auf sie zugegangen und habe gesagt, dass ich es ganz toll finde wie sie dem alten Mann Unterstützung gegeben hat. Darsu wurde eine sehr schöne Begegnung und Gespräch über Werte, über alte Menschen schätzen, über Ungerechtigkeit auch den Menschen gegenüber, die schon länger bei uns leben und integriert sind, über Schule hier und in ihrem Heimatland, über das Leben hier und wie es zuhause war.

Sie erzählte von sich und ihren Grosseltern, ich erzählte von mir und meinen Grosseltern. Wir merkten, so verschieden ist das alles gar nicht…..Wertschätzung war der gemeinsame Nenner mit dem wir uns begegneten.

Ich fand sie sprach sehr gut deutsch, was sie verneinte. Sie sagte, sie würde gerne mehr Deutsch reden, aber da wo sie wohne würden hauptsächlich Marokkaner und Algerier wohnen, da würde dann in ihrer Sprache gesprochen. Sie würde sich gerne auch mal mit den anderen Nachbarn treffen um sich in Deutsch auszutauschen, aber da wäre die Scheu so gross, wäre keine Zugewandheit vorhanden.

Dann musste sie aussteigen und ich habe mich für das nette Gespräch bedankt. Wir gaben uns schon fast freundschaftlich die Hand und ich merkte, dass am liebsten wir uns umarmt hätten, so wie sie es mit ihren marokkanischen Frauen auch macht.

Sie war glücklich, ich war es auch.

Es hat meinen Tag zu einem runden Tag gemacht.

 

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Danke in den Sand geschrieben – Fundstück bei Pixabay

 

 

 

 

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Autor: mariettalucia

Aaaaalso......um das mal klarzustellen: DAS bin ICH nicht ;-) Aber es war mal eine Schneeschwemme im Süden der Republika und irgendwie musste ich den Schnee auf der Terrasse dezimieren......daraus wurde meine SCHNEEKÖNIGIN :-D

6 Kommentare zu “Zwei schöne Begegnungen am heutigen Nachmittag….

  1. Lieber Blogger, habe diese Geschichte über Deine sehr schönen Begegnungen auf „Erwache“ gefunden. Völkerverständigung.wie sie sein sollte. Aber der Anfang Deiner Erzählung gefällt mir nicht: „….eine Zeit, in der viel auf Ausländer geschimpft wird, und das in allen Varianten.“ Das ist ungerecht uns Deutschen gegenüber und ich will es Dir gerne erklären. Vorab: die sogenannten „Gutmenschen“ = Teddybärenwerfer und refugee welcóm-Schreier lasse ich außen vor, denn das sind Irre. die oft auch zur „Bomber-Harris-do-it-again“-Fraktion gehören, zumindest sind es selbstvergessene Scheinheilige, die glauben sich durch ihr Gutestun für die „unendliche Schuld“ ihrer bösen Vorfahren entschuldigen zu können. Nein, ich meine ganz normale Deutsche, die oft Tür an Tür neben Ausländern wohnen. Ich habe mir erst kürzlich die Frage gestellt, bin ich ein Ausländerhasser, weil auch ich mitunter aus gegebenem Anlass auf diese schimpfe und ich habe mir selbst geantwortet, nein, das bin ich ganz und gar nicht. Denn ich war von Berufs wegen – als Journalist – schon viel im Ausland und habe viele tolle Menschen kennengelernt, mit denen ich teilweise noch heute, als 81-jähriger Rentner, in Verbindung stehe: ein Inder, ein Japaner und ein Neger aus Kamerun, um nur die exotischsten zu nennen. Und eine Tochter meiner jetzigen (zweiten) Ehefrau ist mit einem in Deutschland geborenen Türken verheiratet, dessen fleißige und voll integrierte Eltern vor über dreißig Jahren nach Deutschland kamen. Aber ich schimpfe trotzdem auf Ausländer und sogar der erwähnte Türke tut das.Weil die Menschen, die heute nach Deutschland kommen, oder treffender ausgedrückt hierher geholt wurden um uns Deutsche auszurotten, größtenteis Abschaum ist und sich auch als solcher benimmt. Erteilen wir dem Vertreter der Republik Kongo bei der UNO, Serge Bokwango, das Wort, der wörtlich sagte: „Jene Afrikaner, die ich jetzt in Italien sehe, sind der Abschaum und Müll Afrikas. Ich empfinde ein starkes Gefühl von Wut und Scham gegenüber diesen afrikanischen Immigranten, die sich wie Ratten aufführen, welche die europäischen Städte befallen“. Und bei den Syrien-„Flüchtlingen“ sieht es nicht anders aus, bei denen es sich zu 90 % um feige junge Männer handelt, die lieber bei uns Frauen und Kinder vergewaltigen und sich vom deutschen Steuersklaven aushalten lassen als ihr Heimatland zu verteidigen . Fazit: Das sind die Ausländer, auf die wir Deutschen schimpfen.

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    • Lieber Zimmermann, danke für deine Worte zu meinem Begegnungserlebnis.
      Ich stimme Dir natürlich zu mit dem was Du sagst, aber ich muss auch anmerken, dass es Gruppierungen gibt, und da muss ich leider sagen, dass es auch arg viele Deutsche sind, die erstmal generell schimpfen, bevor sie genau lesen oder sich anschauen was geschrieben oder berichtet wurde. Sie scheren alles über einen Kamm, und das finde ich nicht angemessen. Es gibt Gute und weniger Gute, in allen Ländern, allen Religionen……
      Ich selbst arbeite zusammen mit einer bunten Mischung von Kollegen aus unterschiedlichen Ländern, wenn es hoch kommt ist ein Drittel davon deutschen Ursprungs. Darunter sind auch Länder, die sic schon früher nicht gern gemocht haben, nun müssen sie aber zusammenarbeiten…….da knallt es manchmal ganz gewaltig und es benötigt viel Geduld und Feinfühligkeit, dann die Wogen zu glätten.
      Ich stimme Dir zu, dass der Grossteil derer, die ins Land gelassen werden, keine Flüchtlinge sind, sondern Wirtschaftsmigranten. DAS erzählen mir übrigens auch die Zugezogenen, die schon lange in Deutschland leben.
      Ich wehre mich nur dagegen sofort alle als militant und voller Hass zu bezeichnen, das wollte ich mit meinem Artikel ausdrücken.

      Weisst , auch ich bin wütend wenn ich sehe was in Schweden, in Frankreich, bei uns und in anderen Ländern geschieht. Aber noch viel wütender bin ich auf diejenigen, die das Ganze inszeniert haben udn weiter inszenieren. Da kommt mir die Galle hoch. Und es nützt nix nur auf die Ausländer zu schimpfen, wenn wir weiterhin die Regierung wählen, die gewählt wurde, und weiterhin das System von Wesenheiten regiert wird, die alles andere als das Wohl Deutschlands im Sinn haben.

      Ich hoffe ich konnte Dir damit etwas Erklärung liefern, gehöre nicht zu den Teddybärenwerfern, nur mal so am Rande erwähnt 😉

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  2. Hat dies auf ERWACHE! rebloggt.

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  3. Danke, mariettalucia, für dieses feine Mitteilen.
    Ja, so geht es weiter.
    Wahrnehmen und Unbefangenheit in den Begegnungen.

    Tut mir grad heute gut……………………………… 🙂

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  4. Das hast Du aber schön geschrieben – beim Lesen habe ich es mit Dir erleben können 🙂 LG Freija

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