Leuchtturm Netz

Was hinter den Kulissen läuft

Fasching – Büttenreden und politische Korrektheit…..nix mehr mit „ein Narr darf sagen und kritisieren“

Ein Kommentar

streamer-1194569_640Hier ein kurzer Auszug aus dem Artikel, bedanke mich bei dem Einsteller.

Keine Narrenfreiheit im Karneval

Von Christoph Lövenich

Ein bekannter Kölner Büttenredner ist mitten in der Session zurückgetreten, weil sein Herz die Aufregung nicht mehr mitmacht. Und zwar nicht den Jubel seines Publikums, sondern den Ärger, der jüngst um einige Inhalte seiner aktuellen Büttenrede entstanden war. Jupp Menth (70), war jahrelang als „Kölsche Schutzmann“ auf den Bühnen erfolgreich, und kürzlich wurden seine Angriffe auf Grünen-Chefin Simone Peter und andere Politiker heftig kritisiert.

Dass Menth, selbst früherer Polizeibeamter, auf Peters Aussagen zum Polizeieinsatz in der Kölner Silvesternacht scharf reagiert hat, mag nicht verwundern. Thema war dies auch bei vielen seiner Kollegen, Menth, der bei seinen Auftritten zu einer derberen Sprache neigt, formulierte es so: „Wenn sie ein Kerl gewesen wäre, würde ich sagen: ‚Sie sind ein Arschloch‘“. Solches Vokabular kann schon vorkommen, Anfang der 1990er Jahre hat der Kabarettist Jürgen Becker in der „Stunksitzung“ mal über den damaligen Kölner Erzbischof Kardinal Meisner geurteilt: „Aber ein Arschloch ist er doch“ (das Wort wurde in der WDR-Fernsehübertragung akustisch unkenntlich gemacht, hatte aber sonst keine Konsequenzen).

Seit der französischen und preußischen Besatzungszeit dient der Karneval zur subversiven Veralberung der Mächtigen, wer sie auch gerade sein mögen. Gerade im Kölner Raum geht es bei den Auftritten der jecken „Comedians“ – früher standardmäßig in einer Bütt (Tonne) – oft etwas deftig zur Sache. Beim volksnahen Humor in gut gelaunten Sälen und Zelten gehört es dazu, über die Stränge zu schlagen. Es darf auch mal fäkal und genital werden.

Den gesamten Artikel findet ihr HIER

Egal ob man nun Fasching mag oder es für Schwachsinn hält, es war bisher eine Möglichkeit die Dinge anzusprechen wie sie sind. Auch Fasching oder der Karneval gehört zu unserer Kultur ! Auch früher hatte der Narr einen grossen Redespielraum….na ja, bis auf ein paar Herrscher, die ihn dann doch ’nen Kopf kürzer machten.

Nun sind es etliche sogenannte „HerrscherInnen“ die alles, was ihrer sonst so freien Gesinnung nicht passt, versuchen rechtlich zu verfolgen um damit die Menschen einen Kopf kürzer zu machen….

Dabei möchte ich noch anmerken, es gibt im Netz kaum Bilder über Faschingsumzüge mit politischer Motivation…..ich glaube da wurde schon ein wenig „gereinigt“

Bin gespannt auf meine „Kappensitzung“ demnächst, im  Städele wo die Frau Kahane mit dickem Orden gekürt wurde, wird wahrscheinlich auch nichts mehr Derbes gesagt werden dürfen.

 

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Ein Kommentar zu “Fasching – Büttenreden und politische Korrektheit…..nix mehr mit „ein Narr darf sagen und kritisieren“

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