Leuchtturm Netz

Was hinter den Kulissen läuft

Saudi Arabien = Wahabiter = Gewalt = Unterdrückung der Menschenrechte …und die gesamte westliche Welt macht mit

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saudische Karawane um 1900 – Bildquelle Pixabay

Es fehlt mir bei diesem Bericht an Worten.

Mein Herz wurde ganz schwer bei so viel an Unterdrückung und Menschenverachtung…..Islam ist das nicht, es ist Wahabitentum…..ein riesiger Unterschied.

Ähnlich wie bei dem Unterschied zwischen Zionisten und Juden.

Zionisten haben die Verachtung für diverse Gruppen in ihrem Programm, die nicht wie sie dem satanischen Konzept huldigen, welches nur auf Macht und Manipulation aufgebaut ist.

Juden wollen all das nicht und haben dennoch wenig Möglichkeiten sich davon zu distanzieren, müssen selbst mit niederträchtigen Verleumdungsreden rechnen.

Muslime sind nicht generell böse und hasserfüllt, und ich kenne einige Muslime, die den Gedanken an friedlichem MIteinander im herzen tragen.

Islamisten jedoch haben nur das Gewaltpotential und den Machtanspruch in sich kultiviert, wollen dass alle Menschen sich dem fügen, was an militanten Aussagen im K0ran steht.

Unsere Christen stehen auch nicht ganz unschuldig daneben. Während bodenständige, Christusenergie lebende Menschen das Licht der Liebe in den Focus stellen, so sind bibeltreue charismatische Katholiken als auch Freikirchler, alles andere als friedlich zu bezeichnen.

Selbst unter Buddhisten findet man in der Praxis vor Ort, im täglichen Miteinander, nicht nur friedlichen Umgang, sondern knallharte Unterdrückungen und Machtgehabe.

Doch ist das was die arabischen Emirate angeht, insbesondere Saudi Arabien, ein ganz besonderer Fall, der alles an Unterdrückung und Machtmanipulation ind en Schatten stellt.

 

Über die Geschichte der Wahabiten war nicht viel Adäquates zu finden, da meist mediengefärbte Werbungsaussagen anzutreffen sind. Kritische Berichte sind weit nach hinten verbannt in der Suchfunktion….warum wohl ?

Habe jedoch hier eine gute Seite gefunden von einer Frau, die ein Jahr in Saudi Arabien gelebt hat und etwas über die Geschichte der Wahabiten zusammengestellt hat.

Quelle: http://www.drehscheibe.org

Als wahhabitischer Islam wird die strenge Version des sunnitischen Islam in Saudi-Arabien bezeichnet. Muslime anderer Richtungen betrachten den Wahhabismus als Sekte, er selbst sieht sich als einzig rechtgläubigen Islam – dazu berufen, alle anderen Muslime auf den rechten Weg des Koran zurückzuführen. Der wahhabitische Anspruch auf Reinheit des Islam richtet sich gegen jede Art von fremdem kulturellen Einfluss, vor allem gegen die säkulare Wissenschaft und westliche Einflüsse, aber genauso unerbittlich wie gegen Außeneinflüsse auch gegen das kulturelle Erbe des islamischen Orients wendet, dessen Charakteristikum die Vielfalt ist.

Der Wahhabitismus verbannt die Frauen vom Lenkrad und verwehrt ihnen in konservativeren Landstrichen sogar Gesang, Parfüm und Blumenschmuck. Er dehnte das Alkoholvverbot sogar auf Tabak und Kaffee aus. Außerdem ist für dem Wahhabismus eine strikte Dschihad-Orientierung kennzeichnend: Er verlangt von seinen Anhängern den aktiven Einsatz für die Verbreitung des wahren Islam. Deshalb ist Saudi-Arabien zu einem der am stärksten missionierenden Länder in der islamischen Welt geworden.

Geschichte

Begründer des Wahhabismus ist Scheich Mohammed Ibn Abdul Wahhab. Er wurde um 1700 in Ayina nördlich von Riad geboren. Abdul Wahhab studierte insbesondere die Rechtsdogmatik Ahmad Ibn Hanbals (780-855), der den Intellektualismus anklagte, der zwischen Gott und seinem Wort unterschied. Nach seiner Auffassung war der Koran vom Himmel gesandt und unveränderlich; die Menschen dürften ihm nichts hinzufügen. Abdul Wahhab verfasste auf dieser geistigen Grundlage sein Buch der Einheit. Für sein Staatsverständnis wurden die Schriften des Hanbaliten Ibn Taimiya wichtig, der im frühen 14. Jahrhundert die Idee der Khilafa, der rechtgläubigen weltlichen Herrschaft des Kalifen, abgelehnt und an ihre Stelle das im Koran offenbarte göttliche Gesetz der Scharia gesetzt hatte.

Der Islam, so predigte Ibn Wahhab, habe seine Schwächung dem Einfluss westlicher Einflüsse wie der empirichen Wissenschaft und des Christentums zu verdanken. Von diesen gelte es die Verkündigung des Propheten zu reinigen. Die Anhänger Wahhabs überfielen 1802 die Stadt Kerbela im heutigen Irak und verwüsteten die Grabmoschee Husseins, des Enkels des Propheten. Ein Jahr später verwüsteten sie in Mekka die Kaaba und in Medina die Grabmoschee des Propheten – jene Heiligtümer, zu deren Beschützern sie sich im folgenden Jahrhundert aufschwingen sollten. Gott brauche keine Kultstätten, sein Wort habe zu genügen.

Ibn Abd Al Wahhab gewann Anaza-Scheich Ibn Saud für seine Lehre, dessen Nachfolger 1790-1800 die nordarabischen Stämme einigten, 1806 Mekka eroberten und im 20. Jahrhundert das spätere Saudi-Arabien gründeten. Dessen ersten König Abd al-Aziz Ibn Saud in Riad sah sich aber sofort rivalisierenden Clans gegenüber, die ihm nicht nur die Vorherrschaft über Abdul Wahhabs geistliches Erbe streitig machten. Die Ikhwan oder Brüder, wie sich ihre Krieger nannten, hielten denkbar wenig von jenem modernen Staat, der Ibn Saud vorschwebte. Deshalb gab es vor etwa 80 Jahren eine Rebellion der religiösen Fanatiker, der Ikhwan. Die Monarchie setzte sich zwar gegen sie durch, musste aber auf ihre religiösen Vorstellungen Rücksicht nehmen. So gelten im Lande heute noch die Gesetze des wahhabitisch interpretierten Koran statt einer Verfassung.

Seither verlaufen die Fronten auch im Inneren der Königssippschaft, wobei die Unzufriedenheit mit der wahhabitischen Führungsspitze allerdings wiederum nur im Namen der reinen Lehre Abdul Wahhabs formuliert werden kann. 1975 hatte unter Berufung darauf ein Mitglied des Königshauses König Feisal erschossen. Als Hüter der beiden heiligen Stätten des Islam sieht sich das Königshaus Al Saud in einer weltweiten Sonderverantwortung für die Wahrung und Verbreitung unverfälschter islamischer Werte. Auch die Kulturpolitik Saudi-Arabiens folgt den Leitlinien des Wahhabismus. Das bedingt Einschränkungen selbst solcher kulturellen Aktivitäten, die in anderen islamischen Ländern längst selbstverständlich geworden sind. So ist die Darstellung einer von der islamischen Tradition abweichenden Kunst, Literatur oder Theologie anderer Länder unüblich und vielfach tabuisiert. Öffentliche Kinos, Theater oder Schauspielhäuser existieren nicht. Kulturveranstaltungen mit westlicher Beteiligung wie etwa Buchlesungen, Filmvorführungen oder Ausstellungen bedürfen behördlicher Genehmigung und unterliegen der strengen Zensur der wahhabitischen Religionswächter.

Den Originalartikel findet ihr hier  Geschichte der Wahabiten

Auch der Bericht aus ihrer Zeit vor Ort ist interessant zu lesen. Ich selbst hatte vor vielen Jahren eine Kollegin, deren Mann wegen eines Projektes zwei Jahre in Saudi Arabien weilte. Als gelernte Pflegekraft begleitete sie ihn und wollte dort auch tätig werden. Sie war äusserst frustriert und legte diesen Gedanken ziemlich schnell ad acta….

Patienten in den Kliniken behandelten sie wie eine niedere Dienstmagd, waren unverschämt und missachtend ihr gegenüber. Solche Erfahrungen kann ich auch aus meinem Umgang mit ca. 80% der saudischen Patienten berichten, egal ob Mann oder Frau. Deshalb habe ich auch zwei Angebote dort arbeiten zu können, dankend abgelehnt.

Während die einfachen Arbeiter eine Grundversorgung haben ( möchte nicht wissen wie die ausschaut, da auch Minimalstlöhne gezahlt werden ), leisten sich die Reichen den Auslandsaufenthalt, der oft genug von der Botschaft übernommen wird. Warum fragt man sich, da ja so super ausgerüstete Kliniken vorhanden sind. Genau wegen oben angesprochenen Umgangsmethoden. Es fehlt schlicht und ergreifend an gutem Fachpersonal, vorf Allem in der Pflege, Und da alles hübsch geschlechtergetrennt aufgebaut ist, geschehen schon mal so unglaubliche Dinge wie dies hier Medizin in Saudi Arabien

Das Leben als Ausländerin, und dann auch noch mit christlichem Hintergrund, ist in Saudi Arabien kein Zuckerschlecken. Man lebt in Reservaten, in denen man unter sich ist, wo auch gewisse Freiheiten sind, die jedoch ausserhalb des Grenzzaunes nicht toleriert werden. Meine Kollegin erzählte mir, dass wenn sie zum Einkaufen ginge, die traditionelle Kleidung des Tschador gewählt habe, nachdem sie einige Male übelst angegangen wurde. Damit fühlte sie sich sicherer. Auch gehe sie nicht mehr ohne Herrenbegleitung aus. Das „Reservat“, auch genannt Clubanlage, bot dafür eine extra Begleitservice an….

Tolles Leben…..!

Aber die Realität ist für die Frauen und kritische Menschen dort vor Ort tausendmal schlimmer…..

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