Leuchtturm Netz

Was hinter den Kulissen läuft

Heissa, wir leben in einer Demokratie!! Weiss eigentlich jemand, was das wirklich bedeutet ? Hier: Demokratie präzise. Augen öffnend.

Gesehen bei luckyhans auf bumibahgia.com.

Jetzt wird klar, warum „Die Demokratie“ von den Herrschenden und der Geldelite so vehement und mit kriegerischen Mitteln durchgesetzt wird. Wird dann noch ein wenig mit „Frieden und Freiheit“ angpinselt und fertig ist der Lack. Wohltäter für das Volk ? Im Leben nicht !

Ja, die Griechen haben die Demokratie „erfunden“, was es genau damals war und heute noch ist, hat luckyhans in seinem Artikel sehr klar beschrieben. Nur wir haben eine ganz andere Vorstellung davon. Herrschaft des Volkes ? Weit gefehlt…

Hier der Artikel:

Wir hatten hier schon mal die Diskussion über die Bedeutung des Wortes „Demokratie“ – dieser nachfolgende, aus mehreren leicht redaktionell bearbeiteten Kommentaren von einer Netzseite zusammengesetzte Artikel stellt die begrifflichen Verhältnisse in sehr schön anschaulicher Form dar.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Luckyhans! – 12. August 2015

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Demokratie heisst – im altgriechischen, ursprünglichen Sinne jedenfalls – nicht “Herrschaft des Volkes”, sondern “Beherrschung des Dorfes” (im Sinne der Dorfgemeinschaft, der kleinsten Verwaltungseinheit innerhalb der griechischen “Polis” (Stadt, Staat).

Es leitet sich aus δῆμος [dēmos] Dorf) und κρατία [kratía], Herrschaft, Beherrschung (im Sinne von Selbstbeherrschung) ab.

“Volksbeherrschung” im Sinne eines Staatsvolkes wäre eine Ethnokratie (ἔθνος [éthnos], Volk).

Die eigentliche „Herrschaft“ (oder Führung) heißt Archie (von ἀρχία = archia), vgl. Mon(o)-Archie (Allein-Herrschaft), An-Archie (keine Herrschaft), auch Hier-Archie (von ἱεραρχία =hierarchía = Heilige Herrschaft, d.h. hierós = ‚heilig‘, ‚gottgeweiht‘ und árchein = der Erste sein, Führer sein).

Die „Demen“ im alten Griechenland waren verdiente Männer, die sich an die Spitze der kleinsten Verwaltungseinheiten stellten.

Sie wurden nicht gewählt, sondern aufgrund ihrer Verdienste ernannt.

Die Tätigkeit war eine Ehre und demgemäß wurde sie ehrenamtlich und ohne Vergütung ausgeübt.

Die “Bürger” waren eine privilegierte Gruppe (vergleichbar heutigen Abgeordneten), deren Aufgabe die Kontrolle der Demen waren.

Das altgriechische “Volk” (ἔθνος) waren Demen- und Bürger-treue Menschen, denen es gestattet war, Waffen zu tragen.

Man könnte sie als eine Ordnungsmacht der Demen oder als Militär bezeichnen.

Der einfach Mensch war der “Idios”.

Er hatte rein gar nichts zu sagen oder zu bestimmen; die Entscheidung trafen die Demen und sie setzten sie mittels der Macht des “Volks”, also der Ordnungsmacht, durch.

Bitte dabei nicht vergessen:

die Masse der Idios waren Leibeigene = Sklaven = Sachen.

Ohne diese Sklaven-Masse funktioniert keine Demokratie!

demokratie-altgriech

Demokratie im griechischen Sinne war also nicht das, was man sich heute unter Demokratie vorstellt, denn Frauen waren ausgeschlossen, Nichtbürger und Sklaven sowieso.

Auch in der griechischen Demokratie herrschte eine kleine Clique über die Athener, egal, wie sie genannt wurden oder abgestuft waren.

Ganz klar, dass sich die bürgerliche Demokratie genau daran orientierte, konnte man doch auf das Ideal der Volksherrschaft verweisen, auch wenn es nur eine scheinbare „Herrschaft“ war.

Denn: wir haben eine solche Demokratie, nur hat eben das, was uns über Demokratie erzählt wurde und wird, nichts damit zu tun, was Demokratie im klassischen Sinne bedeutet.

So weit weg vom klassischen Modell der griechischen Demokratie sind wir nämlich gar nicht: Bei uns herrschen „Funktionäre“ (die “Demen”) mittels „Bürger“ (“Abgeordnete”) und dem „Volk“ (Polizei, Staatsschutz, Geheimdienste, Militär) über den Rest der Bevölkerung (also Du und ich, die Idios, d.h. Sklaven).

Die Funktionäre (ich nenne sie nicht “Elite”) sorgen schon mit den Parteien und ihren Methoden (wie z.B. dem Fraktionszwang) dafür, dass die modernen Demen (Regierung) und Bürger (Abgeordnete) unter sich bleiben.

Wahlen sind dabei eine der Neuzeit geschuldete Alibi-Veranstaltung, die dieser Struktur nicht gefährlich werden können.

Und wenn doch einmal, tritt das Volk (die legal Waffen tragen dürfenden) in Aktion und deponieren hier und da ein paar Sprengsätze, die man den politischen Gegnern in die Schuhe schieben kann, auf das die Idios voller Angst wieder nach den Demen rufen.

Eine gleichberechtigte, von den Menschen selbst geregelte, friedliche und jedes Mitglied der Gemeinschaft und aller anderer Gemeinschaften achtende Gesellschaftsordnung ist eben gerade nicht die “wirkliche Demokratie” und kann es auch nie sein.

Oder anders gesagt: die Demokratie nach dem im Eingangskommentar aufgezeigten Muster der Beherrschung und Fremdbestimmung der 90% durch einige wenige Privilegierte mitsamt ihrer Mitläufer ist die “wirkliche Demokratie”, die historische Wurzel dieser Ordnung.

Eine Beteiligung der 90% ist da überhaupt nicht vorgesehen, auch wenn wir heutzutage dieser Gesellschaftsordnung ganz andere, ihr jedoch völlig wesensfremde Ideale unterstellen.
Eine freiheitliche Ordnung ist das jedenfalls nicht und deswegen brauchen wir uns auch nicht zu wundern, dass es so abläuft, wie es abläuft.

Wenn wir also “wirkliche Demokratie” fordern, dann ist das genau diese Beherrschung durch eine Minderheit. Ob diese Minderheit gewählt wurde oder sich selbst ermächtigt hat, um durchzusetzen, was immer sie selbst wollen (und was zumeist zum Nachteil der so beherrschten übrigen Menschen ist), spielt dabei gar keine Rolle.

Was früher die Stammesgemeinschaften waren, sind heute die Gemeinden.
Und auf dieser Ebene kann man durchaus eine Ordnung realisieren, die zum Wohle aller Mitglieder der Gemeinschaft Regeln für ihre Gemeinde festlegt und Entscheidungen trifft, bei denen sich jeder Einzelne nach seinen Vorstellungen einbringen und diese vor allem realisieren kann (Beispiele dafür gibt es und das Subsidiaritätsprinzip ist eine – leider heutzutage verkümmerte – Ausdrucksform davon).
Das würde ich aber nicht Demokratie nennen.

Thing” beschreibt etwas, das es in unseren Breitengraden gab und dem nahe kommt – verpflichtende “Volks”-Versammlung der Freien eines Gebietes. In Libyen unter Gaddhafi hieß das Jamahiriya.

Ein anderer Begriff für eine solche freiheitliche Ordnung wäre “Abwesenheit von Herrschaft” oder “Herrschaftslosigkeit”.

Auch auf die Gefahr hin, dass es völlig missverstanden wird – weil Neusprech die Begriffe auf den Kopf stellt wie eben auch bei “Demokratie” – wäre das altgriechische ἀναρχία, bestehend aus dem Wort ἀρχία [archia], Herrschaft und dem Alpha negativum ἀ bzw. ἀρ vor Vokal, der das Hauptwort negiert.

Und da haben wir es: ἀναρχία [anarchía]‚ die Herrschaftslosigkeit.

Der Hirnverkleisterungsmaschine ist es leider gelungen, diesen ursprünglich positiv belegten Begriff in das genaue Gegenteil zu verwandeln:
Anarchie ist eben gerade nicht “Chaos und Gewalt” – die im etatistischen Sinne der an Staatsseuche Erkrankten in völliger Verblendung nicht mit der eigentlichen Ursache für Chaos und Gewalt, nämlich dem Staat und den Regierungen als Herrschaftsmittel assoziiert werden, stattdessen aber idiotischerweise mit Gewalttätern und Chaoten, die ich jedoch eher in den Schwatzbuden in Berlin und in den USA lokalisieren würde -, sondern die Abwesenheit jeglicher Herrschaft, jeglichen Chaos, jeglicher Gewalt (aber nicht jeglicher Ordnung, denn dieser Zustand wäre tatsächlich Anomie – und frage doch mal einer die Libyer oder Iraker, was sie dazu berichten können).

Es ist wirklich eminent wichtig, die Begriffe ganz deutlich zu definieren. Denn ihre Verdrehung in’s Gegenteil ist das Orwell’sche Mittel des Neusprech, zwecks Verwirrung und Beherrschung der Massen durch den Teil der Psychopathen in den Staatsregierungen.

Hier würde ich schlicht mal empfehlen, Friedrich Engels’ Buch “Die Entstehung der Familie, des Privateigentums und des Staates” zu lesen, in dem Engels nachweist, wie aus der Gens der gleichberechtigten Gensmitglieder durch die private Aneignung von Arbeitsmitteln und Ressourcen sich die Bildung des Staates zur Unterdrückung jeden Widerstandes ergab.

Nochmal zur „real existierenden Demokratie“:

Das Instrument der Bundestagspetition wird gerne als Glanzstück demokratischer Direktbeteiligung in Deutschland angepriesen und entsprechend umfangreich genutzt. Seit 2005 bietet der Deutsche Bundestag dafür auch eine eigene Internet-Plattform an.
2014 wurden dort von den Bürgern über 15.000 E-Petitionen eingereicht. Ein neuer Rekord. Das Problem: Von diesen wurden lediglich 0,18 Prozent an die Bundesregierung weitergereicht.

http://www.rtdeutsch.com/22749/inland/direkte-demokratie-fuer-die-tonne-petitionsausschuss-des-bundestags-verwirft-9982-prozent-der-eingereichten-anliegen/

Und: Petitionen sind Bittgesuche (von lat. petere, erbitten).

Warum sollte ich von unseren Bediensteten, unseren überteuerten Angestellten etwas erbitten müssen, wenn es denn stimmen würde, das die Bevölkerung der “Souverän” sei?

Beispiel:
Nehmen wir einmal an, Dein Nachbar kommt vorbei und behauptet, der Rest der Einwohner in der Straße hätten ihn per Wahl legitimiert, Dir 50% Deines Besitzes wegzunehmen. Zur Durchsetzung bedient er sich einiger Halbstarker, die mit Knüppel in der Hand den Abtransport Deines Eigentums durchsetzen und überwachen.

Würdest Du diesem Nachbarn einen Brief schreiben und ihn darum bitten, die Sachen wieder rauszurücken?

Also ich nicht.

Aber: wäre ich ebendieser Nachbar, der andere auf diese Weise bestiehlt: ich wüsste dann wenigstens, wer mir absolut nicht gefährlich werden könnte (nämlich die Bittenden) und könnte die Einsätze der Halbstarken mit den Knüppeln optimal planen.
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Herrschaft des Volkes würde bedeuten, dass der mehrheitliche Wille der Bürger sich in Gesetzen und Verordnungen niederschlägt, mit denen das Zusammenleben der Gesellschaft geregelt wird.”

Das ist so auch nicht richtig. Das kann nur für das Recht im engeren Sinne gelten.
Alle Gesetze, die das Leben der Menschen in Kultur und Wirtschaft inhaltlich reglementieren, wie es zu Hauf geschieht, würden auch dann Selbstbestimmung und Freiheit des Menschen ausschalten.

Dieser wichtigen Unterscheidung wird hier nachgegangen;
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2014/10/03/macht-macht-untertan-die-unvereinbarkeit-von-staatlicher-macht-und-demokratie/

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Alle, die nicht zur Urne gegangen sind und ihre Stimme noch haben, werden von Po-litikern und Parteien als Nichtwähler denunziert und missbraucht. Und was noch schlimmer ist, man führt auch in deren Namen Kriege und macht sie zu indirekten Mörder (Artikel 20 GG alle Staatsgewalt geht vom Volke aus)

Deshalb ist das Wahlrecht in der sogenannten Parlamentarischen Demokratie eine diskriminierende, verfassungswidrige Volksverarschung.

Es dient allein dem Machterhalt der PARTEI-KONZERNE, indem es den mathematisch exakt erfassten Willen der Mehrheit des Volkes ignoriert: nämlich die Nichtwähler, die durch den manifestierten Akt (!) des Nichtwählens die DIKTATUR durch eine handvoll systemhöriger Parteien ablehnen…!!
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Aus Erich Mühsam – Zur Naturgeschichte des Wählers (1907):

Jeder Wähler erkennt mit der Ausübung seines Rechts dieses Prinzip ausdrücklich an, das Prinzip der Berechtigung des Mehrheitswillens, das einzelne, selbständige Individuum zu unterdrücken, es den Beschlüssen der Majorität der aus der Majorisierung der Minoritäten hervorgegangenen Körperschaften gefügig zu machen, aus jeder Persönlichkeit eine Nummer im Gesamtbetriebe und aus jeder autonomen Regung eine Gefahr für das demokratische Ganze herzustellen.

Jeder Wähler ist ein Tröpfchen von dem Öl, das die große Staatsmaschine schmiert. Was er wählen darf, ist allein das Ölkännchen, aus dem er in das Räderwerk träufeln darf, und von dem je nach der Größe des Behälters ein Schuß mehr links oder ein Schuß mehr rechts in den Apparat gegossen wird, dessen Hauptwalze sicher und exakt funktioniert, unbeirrt darum, welche von den vielen Seitenrädchen sich etwas schneller und welche sich etwas langsamer um ihre Achse drehen. Die Stimmabgabe jedes einzelnen Wählers hat also für den Gang der Geschicke eines Volkes ebensoviel zu bedeuten. wie der Rauch einer Zigarre, der sich im weiten Raum einer Wolke beimischt, für den Niederschlag eines Gewitters.

Für den Psychologen sind alle Wähler konservativ. Sie haben ausnahmslos das Bestreben, in das Rädchen zu fließen, das dem mächtigen Staatsrad am schnellsten vorwärts hilft. Sie erkennen damit die Notwendigkeit des Bestehenden und den Wert seiner Erhaltung an.

https://www.anarchismus.at/anarchistische-klassiker/erich-muehsam/154-erich-muehsam-zur-naturgeschichte-des-waehlers


„Ossi“ sagt:

Ich habe mich schon immer gefragt, wie bei diesem Beschiss die gute Meinung über die Demokratie im Westen zustande kommt.
Da war doch auch immer der Vergleich mit dem Osten – pfui Deibel, Diktatur!

Dass es sich um die Diktatur der Mehrheit des Volkes über genau diese dunklen Typen handelt, die zum Beispiel Regierungen kaufen, wurde aber nicht gesagt.

Im Gegenteil, wenn Leute aus dem Westen in die DDR kamen, waren sie immer sehr stolz auf ihre sogenannte Demokratie und fühlten sich uns, die wir von der Diktatur “geknechtet” wurden, wahnsinnig überlegen.
Und die Dummerchen aus dem Osten glaubten ihnen das, das kam so überzeugend.
Dabei war das Geheimnis der “funktionierenden Demokratie” im Westen ganz einfach zu entschleiern: Die Demokratieschwärmer aus dem Westen glaubten einfach daran, so wie ein Katholik an den lieben Gott glaubt – der Glauben als Beweis.

Als unschlagbaren Beweis sagten sie uns: Wir können bei uns alles sagen, ihr kommt nach Bautzen, wenn ihr alles sagt. Das war zwar Schwindel, aber auch daran glaubten die Schwärmer aus dem Westen.
Die Naivlinge hatten nicht begriffen, das auch sie in einer Diktatur lebten, und zwar der Diktatur des Kapitals, das ihnen lediglich mal mehr, mal weniger Leine ließ und das Demokratie nannte.
Die Enttäuschung über die westliche Demokratie rührt, wie ich annehme, daher, dass inzwischen einige der früheren Dummerchen genau diesen Zusammenhang begriffen haben.

Quelle: Kommentare bei https://propagandaschau.wordpress.com/2015/08/05/studie-ueber-us-demokratie-derwilledesvolkes-ist-nahezu-irrelevant/

Originalartikel von luckyhans: https://bumibahagia.com/2015/08/12/demokratie-praezise/

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